Liegestuhl mit Schirm und schlafendem Mann mit türkisem Meer

Camping in Apulien – mit dem Wohnwagen direkt am Meer – Teil 1

Lesezeit: 6 Minuten

Camping in Apulien ist ein Traum – am südlichen Ende Italiens gegenüber von Afrika, im Absatz des Stiefels, befindet sich die wunderschöne Halbinsel Salento, die durch ihre Farben, Strände, Menschen unsere Herzen erobert hat.

Apulien eine Region der Gerüche, des türkisenen Meeres, den saftigsten Feigen am Wegesrand, Kakteen und Palmen.

Herzliche Italiener, die dich willkommen heißen und so eine herrlich entspannte Art zu leben haben, dass du ab dem Moment deiner Ankunft alle Anspannung der längeren Anreise von dir abfällt.

Für uns Nordeuropäer fühlt sich Camping in Apulien klimatechnisch im Sommer wie ein Urlaub in Nordafrika an. Wir sind bei 32 Grad angekommen und auch bei 32 Grad wieder gefahren, alle hektischen Blicke auf die Wetter App, wie wir es Zuhause tun, konnten wir uns sparen. Urlaub halt!

 

Camping in Apulien – die Anreise mit dem Wohnwagen

Die kleine Stadt Ugento – unser Ziel – liegt 1.451 km von uns zu Hause entfernt, in der Absatzinnenseite des Stiefels auf Höhe von Albanien und Griechenland.

Bislang war keiner von uns in Apulien. Das liegt ja auch nicht gerade um die Ecke und mit einem Wohnwagen Gespann bedeutet das eine etwas längere Anreise. Aber lohnt sich das?

2020 sollte es aber endlich Apulien werden. Es war schlicht undenkbar für mich, dieses Jahr das Meer noch sehen zu können und dann nicht irgendein Wasser, sondern die karibischen Strände dieses zauberhaften italienischen Landabschnittes. Corona hat seinen Teil dazu beigetragen.

Unsere Reise startete mit dem ersten Zwischenstopp auf dem Campingplatz Montiggl nahe Bozen. Gut, es sind nicht so viele gefahrene Kilometer, aber wir machen an dem Platz gerne Halt. Ab in den Pool und Abends unglaublich gut essen. Unser Urlaub fängt ab diesem Moment schon einmal an!

Am folgenden Tag lagen 730 km vor uns. Auf der Fahrt versuchte ich einen Stellplatz zu finden. Das, was wir fanden, war für uns so schön :-), dass ich jetzt mal nichts dazu schreibe, lediglich ein Bild.

Der dritte Tag brachte uns an unser Ziel. 440 Kilometer verriet uns das Navi. Die Strecke ab Molise führte immer wieder am Meer entlang, die ersten Palmen spitzten ums Eck und das türkisene Meer ließ unsere Vorfreude noch mehr wachsen.

Ab Bari verließen wir die Autobahn und fuhren an der Strada Adriatica entlang.

Unsere dritte Etappe war besonders spannend, vor allem mit einem breiteren Wohnwagen und den kurzen engen Auffahrten auf die Autostrada. Abgesehen von größeren Schlaglöchern auf der Strecke durch die alle 3 Scharniere unser Schranktür brachen und die Tür zu unserer Überraschung im Wohnwagen auf dem Boden lag, war alles machbar, ups!

Die Zufahrt zum Campingplatz ist schmal, mit 10 Bodenschwellen und kurz bevor ihr ins Meer fahrt, geht es links ab. Schilder, die den Weg zum Campingplatz weisen, findet ihr überall.

 

Ankunft auf dem Campingplatz Riva di Ugento

Zur Hauptzeit, meist August und der Platz ausgebucht ist, steht vor dem Platz die Security und checkt die Reservierung vorab. Frisch Angekommene ordnen sich rechts in eine spezielle Fahrspur zum Check-in ein.

Anders als auf unseren bisherig besuchten Plätzen, gebt ihr neben der Reservierung auch eure Pässen ab und bekommt einen Reservierungszettel. Der Zettel ist wichtig, da gegen Vorlage und Bezahlung dieses Zettels eure Pässe wieder abholen könnt. Bei Gefallen könnt ihr auch tage- oder wochenweise verlängern.

Ihr urlaubt auf einem Campingplatz mit 330.000 qm, vielen Bäumen und einer Vegetation von Oleander, Pinien, Kiefern und Korkeichen und allerlei blühenden Pflanzen – einmalig schön. Trotz der Hitze im Sommer ist es hier fast so grün wie in den Tropen, das hat uns wirklich erstaunt!

Ein Guide fährt mit euch und dem Caravan über den Platz, ohne dass ihr im ersten Moment wisst, wo es lang geht und bringt euch zu einem möglichen Platz. Wenn der Platz ausgebucht ist, kann es auch eine Platz Kategorie sein, die ihr vorab nicht reserviert habt!?!

Durch ein paar Bewertungen wussten wir, dass der südliche Teil des Platzes unter der Abendanimation des angrenzenden Clubs leidet und genau da landeten wir. Da wir länger bleiben wollten und einen Stellplatz mit Frisch- und Abwasser auch buchten, bat ich den lieben Kerl das auch irgendwie möglich zu machen.

Mit viel Engelsgeduld, ein paar Brocken italienisch und drehen des Gespanns in einer engen Gasse, war es dann möglich. Wir hatten unseren Traumplatz gefunden!

Sehr groß mit geschätzt 160 qm, schattig, tolle Vegetation. Von dort 1 Min. zum Supermarkt, 2 Min. zum Pool, 3 Min. zum Strand, mega einfach und perfekt zum Wohlfühlen!

Aufgebaut, eingerichtet und Pulver gegen die Ameisen um alle Teile, die den Boden berührten und der Urlaub startete.

 

Und jetzt der Kracher, der Strand…

Der Strand hat hier etwas von den Malediven. Heller, feiner Sand, endlos flach laufendes Wasser mit einer nochmals vorgelagerten Sandbank und das alles in den unterschiedlichsten türkis Tönen. Gigantisch!!!

Jeden Tag aufs Neue flashte uns die Farbe des Meeres und wie einmalig schön der Strand am Campingplatz ist.

Auch der Weg zum Strand war immer wieder ein kleines Erlebnis. Ok, zugegeben, ihr habt es wahrscheinlich schon vermutet, wir sind Strand Liebhaber! Ohne einen schönen Strand kommt keine Urlaubsstimmung bei uns auf.

Wir recherchieren bei der Auswahl der Stellplätze dann doch etwas länger, bis wir meinen, einen schönen Ort für den nächsten Urlaub gefunden zu haben. Aber jeder mag andere Sachen im Urlaub, das ist auch gut so.

Vor allen Dingen gefiel uns, dass es auf 90% des Strandabschnitts keine „Liegebatterien“ zum Mieten gab. Jeder konnte sich dort hinlegen, wo Platz war und es gab ausreichend Platz am breiten Strand. Auch wenn wir mit der größten Eile um 11 Uhr am Strand ankamen, war immer ein schöner Platz zu finden. Das entspannt!

Auf der nördlichen Seite des Campingplatz Strandabschnittes gibt es eine Bar/Restaurant. Dort holten wir uns leckere italienische Getränke, preislich ganz normal, für zwischendurch am Strand. Einfach  praktisch ToGo und den traumhaften Strandspaziergang gab es dazu.

 

Der Poolbereich – groß und wunderbar gelegen

Und wo wir gerade beim Wasser sind… Wer mit Kindern unterwegs ist, ist manchmal froh über einen Pool.

Der kostet hier für 2 Erwachsene und 2 Kinder für einen halben Tag 9 EUR in der Hochsaison. Zugegeben, das sind extra Ausgaben, aber wenn ihr dafür fast einen Privatpool alleine mit bester italienischer Musik und einem sehr netten Bademeister habt, sind die Ausgaben ziemlich schnell vergessen!

Und weitere Annehmlichkeiten auf dem Campingplatz sind die wunderschönen und modernen Waschhäuser, drei davon waren 2 Min. zu Fuß erreichbar und gut gereinigt. Es gab genauso viele Duschen unter freiem Himmel, wie in den Waschhäusern. Da kannst du je nach Tageszeit immer entscheiden.

Außerdem ist der Supermarkt zu erwähnen. Er ist gut sortiert, hat alles was das Herz begehrt und dein Campingleben auch kulinarisch angenehmer macht. Möchtet ihr mehr Auswahl? Dann auf zu den Wochenmärkten oder in die Supermärkte der Umgebung.

Auch der Restaurant Bereich ist wunderschön gelegen, neu angelegt, aber in einem gewachsenen alten Garten. Leckere Gerichte für die Kinder und uns. In der Hochsaison abends auch ohne Reservierung kein Problem und alles sehr locker und freundlich.

Was gibt es noch zu erwähnen? Wer einmal Heimweh hat, was hier eigentlich nicht vorkommt, hat freien WLAN Zugang auf dem kompletten Campingplatz und am Strand. Das WLAN funktionierte in der Hauptsaison tatsächlich vernünftig.

Das war es auch schon mit unserer Beschreibung von unserem Campingplatz am Meer in Apulien. Einfach wirklich traumhaft!

Noch ein paar Bilder vom Campingplatz und zum Camping in Apulien, die im Artikel keinen Platz mehr hatten, aber unserer Meinung nach nicht fehlen dürfen.

 

Hier der Link zum Campingplatz und ein Video, dass einen echt guten Eindruck vermittelt.

 

Camping Riva di Ugento ****

 

Und in Teil 2 vom Beitrag Camping in Apulien zeigen wir euch die Umgebung und das Hinterland von Apulien, Gallipoli, Lecce, Santa Maria di Leuca, Ostuni und Alberobello. Wir arbeiten dran und stellen den Beitrag bald online.

 

 

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